Wunderwelt Aquarium

Auf dem Weg zum eigenen Aquarium gibt es einige wichtige Dinge zu bedenken. Wir wollen hier einmal auf einige wesentliche Punkte vorstellen, auf die uns unser Partner Tetra hingewiesen hat. Gerne gibt der Fachhandel weitere Auskünfte auf alle Fragen, die Sie haben.

Das allerwichtigste ist, dass Sie sich ein Bild machen, wie Ihr Aquarium aussehen soll und welchen Fischarten Sie ein Zuhause geben möchten. Denn die einzelnen Fischarten benötigen unterschiedliche Bedingungen, um sich wohl zu fühlen. Zu berücksichtigen gilt natürlich auch, in welcher Höhe die einzelnen Fischarten im Aquarium leben werden. Das Allerwichtigste aber ist, das Sie nie zu viele Fische in einem Aquarium haben!Hier gilt bei kleinen Fischen die Regel: Pro 1 cm Fischlänge mindestens 2 Liter Wasser . Natürlich gilt auch, dass man in ein 50 Liter-Becken keinen Fisch mit 25 cm einsetzen kann, wohl aber 15 kleine Fische mit ca. 3 cm Länge.

Zu beachten ist auf jeden Fall, dass es nach dem Einlassen des Wassers etwa 14 Tage dauert, bis sich ein biologisches Gleichgewicht eingestellt hat, in das die Fische eingesetzt werden können. Sinnvoll ist dabei auf jeden Fall der Einsatz von Schnellstartern wie z. B. Tetra SafeStart. Grundsätzlich gilt es zu bedenken, dass große Aquarien etwas einfacher in ihrer biologischen Stabilität zu halten sind als die kleineren Aquarien.

Von allergrößter Bedeutung ist die Qualität des Wassers, in dem die Fische leben. Es muss den Werten entsprechen, die die von Ihnen ausgewählten Fischarten benötigen. Damit Sie wissen, welche Wasserparameter Ihr Aquarienwasser aufweist, sollten Sie Teststreifen wie z. B. Tetra 6in1 zur Überprüfung einsetzen.

Der Standort
Damit sich die Bewohner Ihres Aquariums wie zuhause fühlen, müssen bei der Wahl des Standortes einige wichtige Faktoren berücksichtigt werden:
1. Der Platz sollte eben, erschütterungsfrei, tragfähig und waagerecht sein.
2. In der Nähe befinden sich Steckdosen für den Anschluss der technischen Geräte.
3. Das Aquarium darf nicht in direktem Sonnenlicht stehen, denn Sonnenlicht kann das unerwünschte Wachstum von Algen fördern und zu einer unkontrollierten Aufheizung des Wassers führen.
4. Vor der endgültigen Platzierung sollte das Aquarium mit Wasser gereinigt werden.

Die Isoliermatte
Es ist sinnvoll, unter das Aquarium eine Isoliermatte, wie man sie im Fachhandel kaufen kann, zu legen, damit die Wärme des Wassers besser gehalten werden kann. Damit ist natürlich auch ein geringerer Energieverbrauch gegeben.

Die Einrichtung des Aquariums

1. Das Substrat: Die Wasserpflanzen im Aquarium benötigen einen Dünger, der seine Wirkung über einen langen Zeitraum behält. Es ist daher wichtig, als unterste Schicht ein Substrat einzubringen, auf das dann der Bodengrund (Kies/Sand etc.) aufgebracht wird. Die Pflanzenwurzeln werden dann durch den Bodengrund geführt, bis sie sich im Substrat einnisten können.

2. Der Bodengrund: Der Bodengrund, der als erstes in das Aquarium geschüttet und dann so verteilt wird, wie man sich den Boden – vielleicht mit leichten Erhebungen versehen und nach hinten leicht ansteigend – vorstellt, bietet den Pflanzenwurzeln Halt und dient als Lebensraum für Mikroorganismen, die für ein optimales biologisches Gleichgewicht wichtig sind. Den Bodengrund gibt es in verschiedenen Körnungen, am besten geeignet für Gesellschaftsaquarien ist Kies mit einer Körnung von 1-3 mm bzw. 3-6 mm. Wenn Sie Welse oder andere am Boden lebende Fische halten wollen, sind feinere Körnungen empfehlenswert. Vor dem Einfüllen in das Aquarium muss jeder Kies gewaschen gründlich gewaschen werden

3. Technik: Technische Geräte wie z. B. Filter und Heizstab nehmen im Aquarium Platz ein, darum sollten sie vor der Gestaltung der Unterwasserwelt installiert werden. Überlegen Sie zuvor, ob diese Geräte eher links- oder eher rechtsseitig platziert werden sollen.

4. Dekoration: Jetzt ist Ihre Fantasie gefragt: Es  folgen Wurzeln, Steine, Höhlen, Muscheln, die Sie zuvor gründlich gereinigt und gewässert haben. Der Fachhandel  bietet Ihnen eine reiche Auswahl. Natürlich können auch eigene Schätze eingearbeitet werden, sofern Sie sicher sind, dass sie chemisch rein und sauber sind. Überfüllen Sie das Aquarium nicht, damit die Fische noch ausreichend Raum zu Schwimmen haben. Für bestimmte Fischarten benötigen Sie Bruthöhlen, z. B. halbe Kokosnüsse, die Sie in den Kies einarbeiten können.

5. Wasser marsch! Das Becken wird nun langsam mit temperiertem Leitungswasser bis zur Hälfte gefüllt. Legen Sie einen Teller schräg an die Wand des Aquariums und lassen Sie das Wasser langsam über den Teller in das Aquarium laufen. Wenn das Aquarium bis zur Hälfte gefüllt ist, dann kommt der nächste Schritt.

6. Das Einsetzen der Pflanzen: Wählen Sie die Pflanzen nicht allein nach Ihrem Geschmack aus, sondern auch nach den Bedürfnissen der Fische an einen ihnen adäquaten Lebensraum. Vor dem Einsetzen der Pflanzen ist es ratsam, die Wurzelspitzen zu kürzen und verfaulte Blätter abzutrennen.  Die Wurzeln werden dann vorsichtig bis zum Wurzelhals in den Bodengrund gedrückt. Dann wird ein wenig Kies aufgeschichtet und die Pflanze leicht nach oben gezogen, damit sich die Pflanzen senkrecht im Boden verankern können.

7. Und wieder Wasser marsch! Wenn Sie die Pflanzen gepflanzt haben und mit dem Ergebnis zufrieden sind, dann kann das restliche Wasser aufgefüllt werden. Achten Sie darauf, dass Sie genau die richtige Menge Wasser in Bezug zum Filtersystem einfüllen.

8. Start der Technik: Ist das Wasser eingefüllt, dann können Sie auch die Technik starten. Stellen Sie den Heizstab auf die Temperatur ein, die Sie später auch für die Fische brauchen.

 

Das Einsetzen der Fische

Ihre Fische können Sie erst einsetzen, wenn sich das Wasser soweit entwickelt hat, dass ein Biotop mit vielen Mikroorganismen entstanden ist. Dies dauert in der Regel 14 Tage. Nutzen Sie dabei den oben bereits erwähnten SafeStarter. Und bevor die Fische eingesetzt werden, müssen Sie mit den Teststreifen prüfen, ob die Werteskala dem entspricht, was Ihre Fische brauchen. Achtung: In manchen Regionen ist das Wasser besonders hart, hier hilft u. a., wenn Sie Regenwasser hinzu geben können. Werfen Sie auch noch einmal einen Blick auf den Heizstab, ob hier auch die richtige Temperatur eingestellt ist.

Wir möchten hier noch einmal erwähnen, dass es sehr wichtig ist, nicht zu viele Fische in das Aquarium einzusetzen. Die artgerechte Haltung gehört selbstverständlich zur Einrichtung und Haltung eines Aquariums. Wichtig ist auch, dass Schwarm- oder Gruppenfische in der richtigen Zusammenstellung und Anzahl im Becken zusammen leben können.

Ihre Fische sollten Sie im Fachhandel kaufen; hier können Sie auch besondere Fischarten bestellen. Wenn Sie Fische über den Internethandel erwerben, dann muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Transport artgerecht und entsprechend zertifiziert abläuft. Fragen Sie auch danach, ob die Fische aus nachhaltiger Zucht stammen, der Lieferant des Händlers sollte entsprechend zertifiziert sein.

Die Fische werden Ihnen in Plastiktüten eingepackt übergeben. Bitte achten Sie auf einen möglichst ruhigen Transport, die Fische sollten während des Transports weder zu großer Wärme noch Kälte ausgesetzt sein.

Zuhause angekommen legen Sie die Plastiktüten oben in das Aquarium, damit sich die Wassertemperatur in den Plastiktüten dem im Aquarium anpassen kann. Sie können alle fünf Minuten etwas Wasser aus dem Aquarium in die Plastiktüten fließen lassen, um diesen Prozess zu unterstützen. Auf den meisten Tüten zeigen Bilder, wie Sie verfahren sollen. Nach 20 Minuten können Sie dann die Fische in das Aquarium entlassen.